Pflanzenkraft für die Haut

Mag. Edeltraud Nikolowsky

von Mag. Edeltraud Nikolowsky  |  Donnerstag, 09. Juni 2011

Pflanzenkraft für die Haut

Die Haut kehrt unser Innenleben nach außen und gibt als wichtiges Schönheitssignal Aufschluss über unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Die Natur hat Heilpflanzen geschaffen, die seit Jahrtausenden für die Pflege und Heilung der Haut verwendet werden.

Nachtkerze
Die Nachtkerze wächst an steinigen Stellen und blüht im Gegensatz zu anderen Pflanzen auch in der Dunkelheit. Erst in den letzten Jahren wurde die Nachtkerze aufgrund ihres Gehaltes an der ungesättigten Fettsäure Gamma-Linolensäure (Nachtkerzenöl) als Heilmittel bei Hautproblemen entdeckt.
 
Aloe vera
Von der Aloe sind mehr als 300 Arten bekannt. Sie wächst normalerweise in Wüstengegenden, wird aber in Mitteleuropa schon seit 1930 als Heilmittel verwendet. Ihre Blätter produzieren ein Gel, dessen antientzündliche, antioxidative und schmerzhemmende Wirkung in Studien nachgewiesen wurde. Es fördert die Wundheilung, kann Juckreiz und Sonnenbrand lindern und entfaltet antimikrobielle Effekte.
 
Cayennepfeffer (Capsicum)
Der Cayennepfeffer wurde im 16. Jahrhundert von Christopher Columbus in Spanien eingeführt und ist die pulverisierte Form der getrockneten Früchte des Paprikastrauches.
 
Der Hauptinhaltsstoff Capsaicin dringt, auf die Haut aufgetragen, in tiefere Schichten vor und beeinflusst dort liegende Nervenfasern. Es wird ein einschleichender Beginn mit geringen Mengen Capsaicin und eine langsame Steigerung der Dosis empfohlen, da es zunächst zur Erweiterung von Blutgefäßen in der Haut sowie zur Auslösung von Hautrötung und Brennen kommt. Achtung: Nach dem Auftragen unbedingt die Hände waschen!
 
Ringelblume (Calendula)
Die Ringelblume ist nicht nur eine gern verwendete Heilpflanze, sondern auch in vielen Gärten eine üppig blühende Zierde. Die Inhaltsstoffe wirken Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut entgegen und fördern die Wundheilung. Ringelblumensalbe ist beliebt zur Behandlung von Hautverletzungen und Hautentzündungen, Brandwunden, Sonnenbrand und Ekzemen sowie in der Babypflege.
 
Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana)
Die Zaubernuss, Hamamelis, stammt aus Kanada und dem Osten der USA. Die aus den Rinden und Blättern gewonnenen Gerbstoffe wirken stark zusammenziehend und hemmen Entzündungen der Haut, lindern Juckreiz und fördern die Wundheilung.
 
Arnika
Der volkstümliche Name der Arnika – Bergwohlverleih – deutet auf ihr Vorkommen in Höhenlagen hin. Die antibakteriellen, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften ihrer Inhaltsstoffe machen sie zu einer beliebten Heilpflanze hauptsächlich zur äußeren Anwendung bei Krampfadern, Blutergüssen, Gelenkentzündungen, Verstauchungen, Ekzemen oder schlecht heilender Wunden.
Durch ihre Reizwirkung sollte Arnika-Tinktur vor Anwendung verdünnt werden.

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