Für die Gesundheit Ihres Kindes gibt es keine zweite Chance - Gesundheit beginnt im Darm

Mag. Edeltraud Nikolowsky

von Mag. Edeltraud Nikolowsky  |  Freitag, 04. Februar 2011

Für die Gesundheit Ihres Kindes gibt es keine zweite Chance - Gesundheit beginnt im Darm

Die Ernährung in der Schwangerschaft bzw. von Babys im ersten Lebensjahr beeinflusst nachhaltig die kindliche Darmflora und damit das Auftreten von Allergien

Über 40 Prozent der Weltbevölkerung tragen eine grundsätzliche Allergie-Neigung in sich.
Ob ein Kind tatsächlich erkrankt, hängt sehr stark von den Eltern ab. Ist ein Elternteil allergisch, so beträgt das Risiko einer Allergieentwicklung etwa 30 Prozent. Sind Vater und Mutter Allergiker, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 60 Prozent. Die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft, aber auch die des Kindes im ersten Lebensjahr beeinflusst in hohem Maße das Allergierisiko. Ein gesunder Darm der werdenden Mutter sowie des Neugeborenen kann die Weichen für ein Leben ohne Allergie stellen.
 
Altes und neues Wissen
Schon in 4000 Jahre alten Schriften ayurvedischer Gelehrter wird der Darm als das Zentrum des Lebens beschrieben. Von ganz besonderer Bedeutung ist das, wenn ein Kind erwartet wird. Denn welche Mutter und welcher Vater möchte nicht so früh wie möglich alles tun, um ihrem Kind ein Leben in Gesundheit zu ermöglichen. Der erste Weg dazu führt über einen gesunden Darm.
 
Der Darm steuert mit Milliarden von gesunden Helfern, den probiotischen Bakterien, den Großteil aller Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. Er produziert lebenswichtige Vitamine, Enzyme und Aminosäuren, die wir für das Funktionieren aller Organe benötigen, und neutralisiert alles Schädliche, das mit der Nahrung in unseren Organismus gelangt. Gerade während der Schwangerschaft und wenn Ihr Baby beginnt, die Umwelt zu erkunden und alles in den Mund zu nehmen, ist dies besonders wichtig.
Die gesunden Bakterien bilden an unserer Darmwand eine äußerst leistungsstarke Schutzbarriere, damit nur lebenserhaltende Stoffe ins Blut gelangen, alles andere wird von ihnen so schnell wie möglich wieder ausgeschieden.
 
Schützen Sie Ihr Kind von Anfang an
Für diesen Schutz können Sie vom ersten Lebenstag an sorgen. Beim Neugeborenen beginnt die Bakterien-Besiedlung des Darms unmittelbar nach der Geburt. Die Ernährungsgewohnheiten der Mutter, die Art der Entbindung, die Verwendung von Antibiotika bei der Geburt bzw. im Krankenhaus oder auch die Ernährung des Kindes bestimmen, ob der Darm mit den richtigen, also gesunden Darmbakterien besiedelt wird, oder ob Pilze wie Candida albicans Fuß fassen und die Abwehrkraft des Kleinkindes auf eine ziemlich harte Probe stellen.
 
Werden Babys gestillt, so steigt der Anteil an Lactococcen und Bifidusbakterien relativ rasch. Diese sorgen nicht nur für eine dichte Barriere der Darmschleimhaut gegenüber schädlichen Stoffen, sondern vor allem dafür, dass ausreichende Mengen an Abwehrzellen gebildet werden. In der ersten zwölf Lebensmonaten unterscheidet sich die Darmflora wesentlich von jener im Erwachsenenalter, sie bleibt dann aber so, wie sie einmal aufgebaut wurde. Das bedeutet: Wenn die Darmflora im ersten Lebensjahr überwiegend positiv ausgestaltet ist, so wird das Kind sein ganzes Leben lang ein stabiles Abwehrsystem aufweisen.
 
Probiotika und Allergie
Besonders wichtig sind die letzten Monate der Schwangerschaft, speziell wenn Mutter oder Vater des Ungeborenen Allergiker oder Asthmatiker sind. Denn dann besteht die Gefahr, dass genetisch bereits eine Sensibilisierung des Fötus möglich wird.
 
Eine im international höchst renommierten Wissenschaftsmagazin „ALLERGY“ publizierte PANDA-Studie zeigt, dass im Nabelschnurblut jener Kinder, deren Mütter kein Probiotikum, die oben erwähnten gesunden Keime, erhalten hatten, rund 80 % bereits am Tag der Geburt eine Sensibilisierung auf Kuhmilch, Hausstaubmilbe oder Katzenhaar aufwiesen, während in der Gruppe mit dem PANDA Probiotikum weniger als 20% der Kinder eine Reaktion auf diese häufigen Allergene zeigten.
 
Interessant ist die Studie auch deshalb, da sie über insgesamt fünf Jahre durchgeführt wurde und somit die Kinder über Jahre hinweg in ihrer Gesundheitsentwicklung beobachtet werden konnten. Jene Kinder, deren Mütter bereits in der Schwangerschaft das PANDA Probiotikum erhalten hatten und die über ein Jahr diese Nahrungsergänzung weiter bekamen, litten nie unter Blähungskoliken und zeigten eine viel schnellere und gesündere Besiedlung ihres Darms.
 
Auch nach Jahren, in denen kein Probiotikum mehr gegeben wurde, zeigte sich derselbe Unterschied im Auftreten der typischen Erkrankungen des allergischen Formenkreises: Neurodermitis, Asthma, Allergien. Während die Erkrankungen von Kindern aus Allergikerfamilien in der Placebogruppe etwa 80 % betrugen, blieb das Auftreten dieser unangenehmen Erscheinungen bei jenen Kindern, die das PANDA Probiotikum im ersten Lebensjahr erhalten hatten, auf etwa 20 % beschränkt.

Tags: Beratung, Ernährung, Kinder und Gesundheit